Flug nach Florida (Flug Florida) Fliegen mit Air Berlin NUE-DUS-RSW – ein Reisebericht

Flug Florida – Reisebericht

„Wenn einer eine Reise tut… dann kann er was erleben.“

Flug Florida

Hier möchte ich Euch mal von meinem letzten Flug mit Air Berlin berichten. Bereits im Januar hatten wir unsere Flüge für September 2015 gebucht. Obwohl der September zur Nebensaison in Florida gehört waren die Flugpreise diesmal ziemlich gesalzen. Sowohl die deutschen als auch die amerikanischen Airlines riefen im September, trotz der langen Vorausplanung, Tarife ab € 870,- pro Person auf.

Wieder einmal war das Angebot von Air Berlin am günstigsten. Bei der Recherche fand ich sogar einen Flug von Nürnberg über Düsseldorf nach Fort Myers. Wenngleich ich auch die Preispolitik von Air Berlin nicht verstehe. Erstaunlicherweise war die Kombination mit Zubringerflug günstiger als der Direktflug von Düsseldorf nach Fort Myers.

Also haben wir uns gefreut, dass wir diesmal nicht erst 2 Stunden mit dem Auto nach Frankfurt oder München fahren mussten. Am Abflugtag holte uns das vorbestellte Taxi pünktlich zu Hause ab und brachte uns für knapp € 35,- zum Flughafen Nürnberg.

Eingecheckt hatten wir bereits online am Vorabend und wir nutzten den komfortablen Service, die Bordkarten einfach in die Passbook/Wallet App auf unsere IPhones zu laden. Schon toll mit der Wallet App. Die Bordkarte erscheint automatisch im Sperrbildschirm sobald man am Flughafen ist. Eigentlich eine super Sache, aber dazu später mehr…

Flug Florida Securitykontrolle

© Monkey Business, Fotolia

Bei der Sicherheitskontrolle hatten es die Beamten diesmal „gefühlt“ irgendwie auf mich abgesehen ;-). Mein Handgepäck wurde mehrfach kontrolliert. Es wurde sogar ein Abklatschtest auf Drogen vorgenommen.Dann wurden meine Klamotten auch noch auf Drogen kontrolliert, alles mittels Schnelltest. Ich glaub ich muss an meinem Styling arbeiten 😉

Soweit so gut. Dann ging es also mit einer Turbo Prop Maschine auf nach Düsseldorf. Kaum gelandet sind wir durch vom Terminal B zu unserem Abfluggate in Terminal C gegangen.

In Düsseldorf mussten wir erneut durch eine Passkontrolle. Und hier werden jetzt seit Neuestem (wie schon länger in Frankfurt) ebenfalls automatische Passkontrollen durchgeführt. Die Idee dahinter ist ja generell erstmal gut. Im Prinzip sollen so die Zollbeamten entlastet werden und ein schnellerer Durchfluss erreicht werden. Schöne Theorie.

In meiner Schlange klappte das schonmal nicht. Hierfür gab es verschiedene Gründe:

1. Reisende mit Nicht-EU-Ausweisen
In meiner Schlange fanden sich einige Reisende, die scheinbar die vorhandene Beschilderung trotz der simplen Piktogramme nicht verstanden hatten, welche besagt, das dieses System nur mit EU Pässen funktioniert.

2. Rentner
Im Prinzip ist das System zwar relativ einfach und auch leicht erklärt, für nichttechnikafine Personen und Personen mit bestimmten Einschränkungen jedoch nur bedingt geeignet.
Sorry liebe Rentner das meine ich nicht verletzend oder persönlich.

Das Hauptproblem lag scheinbar darin, den Pass ruhig auf dem Scanner abzulegen und nicht zu verwackeln. Denn erst wenn keine Bewegung des Passes mehr registriert wird, startet der automatische Scan. Die betreffende Reisegruppe hatte jedoch einige Probleme mit der Technik. Schwer zu sagen, ob nun ein Tremor oder Ungeduld die Ursache dafür war. Jedenfalls scheint mir die Technik bzw. die Steuerung der Reisenden noch nicht wirklich ausgereift zu sein.

Wer hat eigentlich die neuen Terminals nach dem Brand in Düsseldorf entworfen?

Die Bereiche vor den Boardingschaltern sind so … sagen wir mal „bekloppt“ konzipiert, dass es unmöglich ist beim Boarding eine vernünftige Schlange vor den Schaltern zu bilden. Wie man so etwas so planen kann ist mir vollkommen unklar. Allerdings scheinen solche Fehlplanungen ja bei deutschen Flughäfen an der Tagesordnung zu sein siehe BER!

Denn auch dem dümmsten Architekten oder Bauherrn sollte doch klar sein, dass es gerade auf einem Flughafen darauf ankommt, dass sowohl das Aus- und Einsteigen, als auch der Transfer zu den Gates problemlos klappt.Passagiere die zu anderen Schaltern unterwegs waren kamen an unserer Boardingschlange fast nicht mehr vorbei.

Plötzlich hörten wir unseren Namen, also nochmal auf zum Schalter. Es wurde nun nochmal unser Pass kontrolliert und mit einem Security Aufkleber versehen.

Flug Florida Flughafen

© Robert Wilson

Irgendwann ging es dann an den CheckInn. Zuerst wurden alle Leute an Board begleitet die auf Hilfe angewiesen waren. Anschließend ließ man bereits alle Business, First, Goldkartinhaber zum Flugzeug gehen. Aber plötzlich ging es nicht weiter und der ganze Tross durfte wieder rückwärts zum Gate zurück. Nach ca. 15-20 Minuten ging das Boarding dann wirklich los. Ein Grund dafür war nicht ersichtlich und wurde auch nicht kommuniziert.

Nach dem Boardingschalter, an dem man brav seine Bordkarte vorzeigt hatte wurde erneut stichpunktartige Kontrollen des Handgepäcks und der Reisenden vorgenommen. War ja auch schon mindestens eine Stunde her das man alle Passagiere kontrolliert hatte.

Dann waren wir dran mit Boarding. Die Dame am Boardingschalter wollte nun unsere Rückflugbestätigung sehen. Eine solche hatten wir natürlich nicht ausgedruckt, da wir ja den Komfort des papierlosen Tickets genießen wollten. Obwohl wir bei Air Berlin in Nürnberg nur 3 Stunden vorher eingecheckt hatten (Hier wurden ja die Buchungen überprüft) war dies scheinbar notwendig. Ein Kollege musste dies aber nun wieder in einem separaten System überprüfen und das, obwohl uns Air Berlin die Tickets ja immerhin selbst verkauft hat (ich habe über www.airberlin.de gebucht).


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Auf meinen Einwand, dass Sie uns die Tickets ja schließlich selbst verkauft haben und uns ja bereits eingecheckt haben, erhielt ich nun die Info, dass Düsseldorf nicht an Nürnberg angebunden ist und man daher nicht wisse das wir dort eingecheckt haben.

2015 – digitale Wüste Deutschland

Es kam mir vor wie ein schlechter Scherz! Im Jahre 2015 stellt die Vernetzung über eigene Server heute eigentlich keinen Systemadministrator mehr vor größere Probleme. Zumal wenn man ja auch entsprechende Dienste wie das papierlose Fliegen über Apps anbietet. Dann sollte doch der Reisende auch erwarten dürfen, dass die interne digitale Infrastruktur und auch die notwendigen Sicherheitskontrollmechanismen darauf abgestimmt sind.

Es kann ja nicht so schwer sein, das beim Onlinechecken eine automatische Abfrage an den Air Berlin Server geht „ob ein Rückflugticket vorhanden ist“. Somit könnte dann auch beim Boarding signalisiert werden „Rückflug OK“ oder „Rückflug prüfen“, was ja auch denkbar wäre, wenn der Rück- oder Weiterflug bei einer anderen Airline gebucht wurde.

Hier besteht also noch viel Verbesserungsbedarf liebe Air Berlin.

Aber es geht ja noch weiter. Bordkarte und Pässe wurden erneut kontrolliert! Wir waren froh als wir im Flieger waren nach diesem Kontrollmarathon. Nur noch knapp 10 Stunden, dann war es geschafft. Zum Flug selbst gibt es nicht ganz so viel zu berichten. Insgesamt war es eher unspektakulär. Der Sitzabstand und die Sitzbreite sind vergleichbar mit den meisten anderen Airlines. Also eigentlich immer irgendwie gefühlt zu klein. Hat man den Tisch runtergeklappt und der Vordermann lehnt sich zurück, kriegt man Platzangst oder Atemnot.

Positiv: Die Gurte hatten (zumindest auf dieser Strecke und in dieser Maschine) eine gute (über-)länge so das ich auf die Gurtverlängerung verzichten konnte.

In Fort Myers kam dann der übliche „check in“-Prozess an der Imigration und nachdem wir unsere Koffer hatten wurden wir wieder mal rausgepickt und erneut kontrolliert. Das heißt unser Gepäck wurde nochmals durchleuchtet und wir wurden befragt. Ich bekomme das Gefühl nicht los, dass Sie uns bzw. mich an dem Tag irgendwie auf dem Kieker hatten.

Rückflug vom Flug Florida

Wie das so ist mit dem Urlaub, irgendwann geht er mal zu Ende und der Rückflug naht. Leider war es auch bei uns wieder mal nach 14 Tagen zu Ende und wir stellten einhellig fest: Beim nächsten mal bitte 3 Wochen 😉

Am Vorabend haben wir in dem Ferienhaus den Online-check-in durchgeführt und waren am nächsten Tag rechtzeitig am Flughafen. Die Bordkarten hatten wir, wie beim Hinflug, wieder auf unser iPhone und somit in die Wallet App geschickt.

Am Baggage Dropp Off Schalter erhielten wir dann aber nochmal gedruckte Bordkarten in die Hand gedrückt mit dem Hinweis das die TSA angeblich Probleme bei elektronischen Bordkarten hat. 2015!!! Ich weiss, ich wiederhole mich 😉

Sicherheitskontrolle mit Körperscanner, anschließend Taschenkontrolle. Diesmal ohne Probleme und Verzögerungen.

Interessant fand ich dann noch am Gate in Fort Myers, dass die Air Berlin hier nur noch die Bordkarte sehen wollte und nicht mehr die Pässe. Geschweige denn eine weitere Sicherheitskontrolle. Sehr interessant, zumal Air Berlin ja immer auf die amerikanischen Behörden und Vorschriften verweist die angeblich diese vielen Kontrollen fordern. Da würde man doch denken, dass gerade auf amerikanischem Boden ebenfalls doppelt und dreifach kontrolliert wird.

Nach einem kurzen 8:40h und unspektakulären Flug landeten wir wieder in Düsseldorf. Diesmal also das ganze Prozedere rückwärts. Wir landeten also wieder im Terminal C und mussten nach B für den Weiterflug nach Nürnberg.

Ich hatte ja vorher schon mal die Brandkatastrophe angesprochen die es damals am Düsseldorfer Flughafen gegeben hatte und bei der 17 Menschen starben und 88 verletzt wurden. Gerade auch nach der Katastrophe der Loveparade in Duisburg sollte man sich doch gerade in Düsseldorf am Flughafen mit dem Thema Panik etc. auseinander setzen. Scheinbar ist das aber nicht geschehen. Anders kann ich mir den Transfergang zur Passkontrolle nicht erklären. Man steht mit einer größeren Menschenmenge in einem ca. 20 Meter langen und ca. 1,50 Meter breiten Gang und wartet, dass man dran ist mit der Passkontrolle.

Dort steht man nun eine ganze Weile, je nach Andrang. Vorne Menschen, hinten Menschen, links die Wand und rechts eine ca. 2,5 Meter hohe und unüberwindbare Glasscheibe. Ich fühlte mich hier schon ohne Katastrophe sehr eingeengt und ich leide nicht an Klaustrophobie. Hier sollte der Flughafen Düsseldorf nochmal nachbessern und die Behörden vielleicht auch mal genauer hinsehen, damit es nicht in Zukunft erneut zu einer Massenpanik kommt. Nun bin ich kein Experte für Brandschutz, diese „Schleuse“ scheint mir allerdings genau so eine Fehlplanung zu sein wie die Gates im Terminal C.

Welche Erfahrungen hast du bis jetzt auf Deinen Flügen sammeln können? Kennst du den Flughafen Düsseldorf und die angesprochenen Punkte? Wie sind Deine Erfahrungen zum Thema papierlos Fliegen? Ich freue mich auf Eure Beiträge.

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